Nach der neuerlichen 27:29 (15:11)- Niederlage der Handballer des TSV Indersdorf bei der TG Landshut II herrscht beim Bezirksoberligisten aus dem Herzen des Dachauer Landkreises Ratlosigkeit - momentan läuft alles schief, was nur schief laufen kann. TSV-Coach Jürgen Vogl standen in Landshut wieder einmal nur sieben Feldspieler zur Verfügung. Verzichten musste er, aus verschiedenen Gründen, u.a. auf die Goalgetter Tobi Bärsch und Aleksandar Kaurin sowie auf Aleksandar Vrjnovic, Andi Reuther, Ferdi Pöllner, Rene Sperrer und den gesperrten Marcel Brudtloff.

Was Vogls Rumpfmannschaft über weite Strecken der Begegnung ablieferte, verdiente ein großes Sonderlob. Vom Anpfiff weg hatten die Glonntaler Spiel und Gegner sicher im Griff. Die Folge war eine klare 15:11-Führung zur Halbzeit. Das war mit ein Verdienst des überragenden Ferdi Huber, der im ersten Durchgang acht seiner 13 Tore erzielte. Auch die beiden Torhüter Matze Stephan und Michl Siemens verdienten sich Bestnoten.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich vorerst nichts an der Dominanz des TSV Indersdorf, der seine Führung auf 20:12 ausbaute. War es dann dem Kräfteverschleiß geschuldet, oder vier vergebene Siebenmeter - Strafwürfen - fest steht, dass die TG Tor um Tor aufholte und so zurück ins Spiel fand. Am Ende gewannen die Landshuter dieses kuriose Match noch mit zwei Toren Unterschied.

Nachdem die Konkurrenz des TSV Indersdorf im Abstiegskampf am Wochenende fleißig gepunktet haben, spitzt sich die Lage des TSV Indersdorf weiter zu. Man darf gespannt sein, wie und vor allem wie schnell Coach Vogl und seine Mannschaft diese unglückliche Niederlage verdauen und zu den Akten legen. Dass man in den kommenden noch ausstehenden acht Begegnungen emsig punkten muss, ist allen beteiligten Klar. Die bis weit in die zweite Halbzeit gezeigte Leistung in Landshut sollte der Mannschaft aber Mut machen für die kommenden entscheidenden Spiele.

WALTER HANUSCH

Stenogramm TSV Indersdorf: Matze Stephan und Michl Siemens im Tor, Alex Hauser, Philipp Schröder 1, Richie Baumbach 2, Ferdi Huber 13, Niklas Dietel 6, Henry Clausen 1, Philipp Zeimet 4.